Gabenbereitung

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Mit der Gabenbereitung (lat. praeparatio donorum) beginnt nach dem Wortgottesdienst der zweite Hauptteil der heiligen Messe: die Eucharistiefeier. Bis zur Liturgiereform Papst Pauls VI. und heute noch in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus wurde die Gabenbereitung als "Opferung" (offertorium) bezeichnet.

Der Altar wird mit Korporale, Kelch und Messbuch vorbereitet. Die Gaben werden herbeigebracht. Dabei wird vielfach, nach antikem Vorbild, der Brauch gepflegt, Brot, Wein und Wasser durch Vertreter der Gemeinde heranbringen zu lassen (Gabenprozession). Vielerorts findet man vor der Feier einer heiligen Messe im Eingangsbereich der Kirche dazu auch eine Schale mit noch nicht konsekrierten Hostien; jeder, der an der Kommunion teilnehmen möchte, ist aufgerufen, eine Hostie in eine zweite Schale einzulegen, die bei der Gabenbereitung zum Altar herangebracht wird. Hier wird symbolisiert, dass die Gemeinde selbst, ja jeder einzelne für sich, zum Altar tritt, um sich dem Geheimnis hinzugeben und sich auch selbst ganz verwandeln zu lassen ("mitzuopfern").

Sind die Gaben herangebracht, spricht der Vorsteher leise Begleitgebete und inzensiert, im Falle feierlicher Gottesdienste, Altar und Gaben mit Weihrauch. Anschließend vollzieht er die Handwaschung (lat. lavabo) als Zeichen der Reinigung vor dem heiligen Amt, das er nun vollziehen wird und spricht das Gabengebet.

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