Berufungspastoral: Unterschied zwischen den Versionen

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(Die Eucharistische Anbetung als Aufgabe der Orden)
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[[Ad-limina-Ansprache von Papst Franziskus an DBK am 20. November 2015 (Wortlaut)|Papst Franziskus in der Ad-limina-Ansprache an Deutsche Bischofskonferenz am 2015]]:
 
[[Ad-limina-Ansprache von Papst Franziskus an DBK am 20. November 2015 (Wortlaut)|Papst Franziskus in der Ad-limina-Ansprache an Deutsche Bischofskonferenz am 2015]]:
 
:"Desgleichen ist es notwendig, die innere Verbindung von [[Eucharistie]] und [[Priestertum]] stets klar sichtbar zu machen. Pastoralpläne, die den geweihten [[Priester]]n nicht die gebührende Bedeutung in ihrem Dienst des [[Hirtenamt|Leitens]], [[Lehramt|Lehrens]] und [[Priesteramt|Heiligens]] im Zusammenhang mit dem Aufbau der [[Kirche]] und dem sakramentalen Leben beimessen, sind der Erfahrung nach zum Scheitern verurteilt. Die wertvolle Mithilfe von [[Laie]]nchristen im Leben der Gemeinden, vor allem dort, wo geistliche [[Berufung]]en schmerzlich fehlen, darf nicht zum Ersatz des priesterlichen Dienstes werden oder ihn sogar als optional erscheinen lassen. Ohne [[Priester]] gibt es keine Eucharistie. Die [[Berufungspastoral]] beginnt mit der Sehnsucht nach dem Priester im Herzen der Gläubigen. Ein nicht hoch genug zu einschätzender Auftrag des Bischofs ist schließlich der Eintritt für das Leben."
 
:"Desgleichen ist es notwendig, die innere Verbindung von [[Eucharistie]] und [[Priestertum]] stets klar sichtbar zu machen. Pastoralpläne, die den geweihten [[Priester]]n nicht die gebührende Bedeutung in ihrem Dienst des [[Hirtenamt|Leitens]], [[Lehramt|Lehrens]] und [[Priesteramt|Heiligens]] im Zusammenhang mit dem Aufbau der [[Kirche]] und dem sakramentalen Leben beimessen, sind der Erfahrung nach zum Scheitern verurteilt. Die wertvolle Mithilfe von [[Laie]]nchristen im Leben der Gemeinden, vor allem dort, wo geistliche [[Berufung]]en schmerzlich fehlen, darf nicht zum Ersatz des priesterlichen Dienstes werden oder ihn sogar als optional erscheinen lassen. Ohne [[Priester]] gibt es keine Eucharistie. Die [[Berufungspastoral]] beginnt mit der Sehnsucht nach dem Priester im Herzen der Gläubigen. Ein nicht hoch genug zu einschätzender Auftrag des Bischofs ist schließlich der Eintritt für das Leben."
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===  Die [[Eucharistische Anbetung]] als Aufgabe der Orden ===
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[[Mutter Teresa]] erzählt: „In unserer Kongregation hatten wir wöchentlich eine Stunde Anbetung. 1973 entschieden wir, täglich eine Stunde Anbetung zu halten. Wir haben viel Arbeit. Unsere Häuser für mittellose Kranke und [[Sterben]]de sind überall voll. Seitdem wir damit begonnen haben, täglich Anbetung zu halten, ist unsere Liebe zu [[Jesus Christus|Jesus]] inniger geworden, unsere gegenseitige Liebe verständnisvoller, unsere Liebe zu den Armen mitleidiger, und wir haben die Zahl der [[Berufung]]en verdoppelt. [[Gott]] hat uns gesegnet ...“<ref> aus: [[Manfred Hauke]]: ''Die eucharistische Anbetung: ihre theologische Begründung und pastorale Bedeutung'', [https://www.pro-missa-tridentina.org/upload/dv7/DV7_05-27_Hauke_Anbetung.pdf Vortrag beim Eucharistischen Kongress, Köln 8. Juni 2013]: Zitiert bei M.E. ZELLMER, Mother Teresa and the Eucharist, in www.salesianym.com/BN2012September6theresa.html (22.04.2013).</ref>
  
 
== Texte ==
 
== Texte ==

Version vom 18. Februar 2020, 19:54 Uhr

Berufungspastoral ist die seelsorgerliche Aktivität (Pastoral) mit dem Ziel, ein allgemeines Berufungsbewusstsein zu wecken, insbesondere bei der Entdeckung der Berufung zu einem Lebensweg als Priester oder im "gottgeweihten Leben" (Vita consecrata) zu helfen. In diesem Sinne steht die Berufungspastoral in Beziehung zu allen anderen Dimensionen der Seelsorge: zur Pastoral der Familie, der Kultur, der Liturgie und der Sakramente, der Katechese und des Glaubensweges im Katechumenat. Vor allem aber wird sie als verbindende Perspektive in der kirchlichen Jugendarbeit gesehen.<ref>Päpstliches Werk für geistliche Berufe: Schlussdokument In verbo tuo des Europäischen Kongresses im Mai 1997 über die Berufungen zum Priestertum und Ordensleben in Europa, Nr. 26.</ref>

Die katholische Kirche und viele Ordensgemeinschaften haben eigens Berufungsbeauftragte benannt und Zentren für Berufungspastoral eingerichtet.

Förderung von Berufungen als Aufgabe der Gemeinde

"'(Priester)-Berufe zu fördern ist Aufgabe der gesamten christlichen Gemeinde. Sie erfüllt sie vor allem durch ein wirklich christliches Leben.'<ref> II. Vat. Konzil, Dekr. Optatam totius, 2. </ref> Alle Gläubigen tragen Verantwortung, dass durch eine immer treuere Nachfolge Jesu Christi der Ruf zum Priestertum positiv angenommen und die Gleichgültigkeit der Umgebung, vor allem in den stark materialistisch geprägten Gesellschaften, überwunden wird."<ref>Interdikasteriale Instruktion Ecclesiae de mysterio vom 16. August 1997, Ecclesiae de mysterio, Nr. 3.</ref> (vgl. Adoration for Vocations Eucharistische Anbetung für Berufungen – die Erfolgsgeschichte aus den USA)

Papst Franziskus in der Ad-limina-Ansprache an Deutsche Bischofskonferenz am 2015:

"Desgleichen ist es notwendig, die innere Verbindung von Eucharistie und Priestertum stets klar sichtbar zu machen. Pastoralpläne, die den geweihten Priestern nicht die gebührende Bedeutung in ihrem Dienst des Leitens, Lehrens und Heiligens im Zusammenhang mit dem Aufbau der Kirche und dem sakramentalen Leben beimessen, sind der Erfahrung nach zum Scheitern verurteilt. Die wertvolle Mithilfe von Laienchristen im Leben der Gemeinden, vor allem dort, wo geistliche Berufungen schmerzlich fehlen, darf nicht zum Ersatz des priesterlichen Dienstes werden oder ihn sogar als optional erscheinen lassen. Ohne Priester gibt es keine Eucharistie. Die Berufungspastoral beginnt mit der Sehnsucht nach dem Priester im Herzen der Gläubigen. Ein nicht hoch genug zu einschätzender Auftrag des Bischofs ist schließlich der Eintritt für das Leben."

Die Eucharistische Anbetung als Aufgabe der Orden

Mutter Teresa erzählt: „In unserer Kongregation hatten wir wöchentlich eine Stunde Anbetung. 1973 entschieden wir, täglich eine Stunde Anbetung zu halten. Wir haben viel Arbeit. Unsere Häuser für mittellose Kranke und Sterbende sind überall voll. Seitdem wir damit begonnen haben, täglich Anbetung zu halten, ist unsere Liebe zu Jesus inniger geworden, unsere gegenseitige Liebe verständnisvoller, unsere Liebe zu den Armen mitleidiger, und wir haben die Zahl der Berufungen verdoppelt. Gott hat uns gesegnet ...“<ref> aus: Manfred Hauke: Die eucharistische Anbetung: ihre theologische Begründung und pastorale Bedeutung, Vortrag beim Eucharistischen Kongress, Köln 8. Juni 2013: Zitiert bei M.E. ZELLMER, Mother Teresa and the Eucharist, in www.salesianym.com/BN2012September6theresa.html (22.04.2013).</ref>

Texte

Literatur

  • Barbara Albrecht: Berufen zum Zeugnis. Ordensleben und Berufungspastoral in der Sicht Papst Johannes Pauls II. Patris-Verlag, Vallendar 1988, ISBN 3-87620-136-5.
  • Herbert Alphonso: Die persönliche Berufung. Tiefgreifende Umwandlung durch die geistlichen Übungen. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2002, 5. Auflage, ISBN 3-87868-469-X.
  • Ulrich Feeser-Lichterfeld: Berufung. Eine praktisch-theologische Studie zur Revitalisierung einer pastoralen Grunddimension. Lit, Münster 2005, ISBN 3-8258-8526-7.

→ Päpstliche Aussagen zur Berufung finden sich in den Artikeln Päpstliches Werk für geistliche Berufe; Welttag für geistliche Berufungen, Pastorale Leitlinien zur Förderung der Berufungen zum Priesteramt, Weltgebetstag zur Heiligung der Priester, Hinweise zur Förderung der Praxis der eucharistischen Anbetung zugunsten des Klerus und der Priesterberufe, Adoration for Vocations, Jünger.

Weblinks

Anmerkungen

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