Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung

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Wappen des gegenwärtigen Papstes

Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung (lat. Congregatio de Cultu Divino et Disciplina Sacramentorum) nennt sich ein Organ der Römischen Kurie, die sich mit der Liturgie und den Sakramenten beschäftigt. Die Sakramentenabteilung der heutigen Kongregation wurde 1908 von Papst Pius X. als eigene Kongregation organisiert, 1975 aber mit der zunächst 1967 neu gegründeten Kongregation für den Gottesdienst vereinigt.

Inhaltsverzeichnis

Struktur und Geschichte

Die "Sacra Congregatio Rituum" (Heilige Ritenkongregation) wurde von Sixtus V. durch die Apostolische Konstitution Immensa aeterni Dei vom 22. Januar 1588 errichtet.

Die jetzige Struktur der Kongregation wurde am 28. Juni 1988 durch die Apostolische Konstitution Pastor Bonus festgelegt. Von 1984 bis 1988 existierten zwei getrennte Kongregationen, wie bereits von 1969 bis 1975. Im Jahr 1975 wurde die für die Liturgie zuständige Gottesdienstkongregation mit der Kongregation für Sakramentendisziplin (gegr. 1908 von Papst Pius X.) vereinigt, nachdem die Liturgiereform zum Abschluss gekommen war. Die 1969 neu gegründete Gottesdienstkongregation folgte in ihrer Arbeit dem Consilium nach, das als postkonziliare Institution eigens für die Durchführung der Liturgiekonstitution des II. Vatikanum geschaffen worden war.

Bis zur Kurienreform von 1967 war die Ritenkongregation sowohl für Liturgie als auch für Heiligsprechungsprozesse (Hauptabteilung "S. Congregatio pro causis Sanctorum") zuständig (die "historische" Abteilung der Ritenkongregation wurde 1967 in die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse umgewandelt). Die Arbeitsmethoden der "neuen" Gottesdienstkongregation wichen von denen anderer Kurienbehörden deutlich ab, insbesondere aufgrund des maßgeblichen Einflusses ihres Sekretärs Annibale Bugnini. Der "Sonderweg" wurde 1975 beendet, als die heutige Kongregation geschaffen wurde. Während der vier Jahre nochmaliger Trennung unterstanden beide Kongregationen jedoch in Personalunion dem deutschen Kurienkardinal Paul Augustin Mayer. Nach dem Ende seiner Amtszeit wurde 1988 wieder eine Realunion verfügt.

Sonstiges

Am 2. Februar 1971 erfolgte die Veröffentlichung der "Allgemeinen Einführung in das Stundengebet" ( EV IV, 92; lat.+dt.: Nako 34). Die Kongregation hat 40 Vollmitglieder und 32 Beschäftigte. Sie gibt die Zweitmonatszeitschrift "Notitiae" heraus, die abonniert werden kann.

Leitung

Präfekten der Kongregation (seit 1984)


Sekretär der Kongregation

Untersekretär

Adresse

Palazzo delle Congregazioni

Piazza Pio XII, 10

V-00120 Città del'Vaticano

Literatur

Annibale Bugnini, Die Liturgiereform, Freiburg i.Br. 1987.

Weblinks

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