Damian de Veuster

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Damian wurde 1840 als siebtes Kind einer Bauernfamilie in Tremeloo (Belgien) geboren. Mit neunzehn Jahren trat er den Herz-Jesu-Missionaren (in Deutschland Arnsteiner Patres gennant) in Löwen bei. Da dem Orden die Seelsorge für die Sandwich-Inseln anvertraut worden war, brach auch Damian mit Mitbrüdern nach Hawaii, der größten der Sandwich-Inseln, auf. Zwei Monate nach seiner Ankunft empfing er dort die Priesterweihe und wurde stellvertretend für einen erkrankten Missionar Seelsorger in Puma (Hawaii).

Nachdem er neun Jahre lang in Kohala tätig gewesen war, schickte man ihn schließlich nach Molakai, wo Leprakranke auf einer Halbinsel abgeschirmt lebten. Bald schon nannte man Damian auf der ganzen Welt den „Apostel der Aussätzigen“, da er selbstlos seine Arbeit für die Armen und Kranken verrichtete. Obwohl auch ihn schließlich der Aussatz befiel, widmete er sich bis kurz vor seinem Tod der Seelsorge. Er starb 1889 umgeben von seinen Gefährten nach einem zweiwöchigen Todeskampf.

Durch die Arbeit des Damians wurden weltweit Ärzte, Initiativen und Stiftungen auf die Aussatzkrankheit aufmerksam. Mutter Teresa von Kalkutta setzte sich für seine Seligsprechung ein, die 1995 von Papst Johannes Paul II. in Löwen, wo auch seine Gebeine aufbewahrt sind, vollzogen wurde.

Literatur

  • Wilhelm Hünermann, Priester der Verbannten, Damian de Veuster ein flämischer Held, F.H. Kehrle Verlag Heidelberg 1960 (Mit Kirchlicher Druckerlaubnis)

Weblinks

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.