Orgel

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Die Orgel, altgriechisch: ὄργανον (órganon) = „Werkzeug, Instrument, Organ“ ist ein über Tasten (Claves) spielbares Musikinstrument. Der Klang wird durch Pfeifen (Labial- und Lingualpfeifen) erzeugt, die durch einen in einem Blasebalg erzeugten Orgelwind genannten Luftstrom angeblasen werden. Die Orgel ist das wichtigste Instrument im katholischen Gottesdienst (Sacrosanctum Concilium).

Geschichte

Die Tradition, dass in der westlichen Kirche die Pfeifenorgel benutzt wird, geht auf eine Orgel zurück, die Karl dem Großen aus Byzanz geschenkt wurde. Ausgehend von der kaiserlichen Kapelle, verbreitete sich die Orgel als Instrument für den Gottesdienst.

Große Kirchenorgeln

Zur Bestimmung der Größe von Kirchenorgeln eignet sich sowohl die Zählung der "Ranks", als auch die Zählung der Register. Die dreizehn größten Kirchenorgeln sind:

Ort Kirche Ranks Register
Philadelphia/Pennsylvania Macy's ("Wanamaker") Store 463 374
Atlantic City/New Jersey Convention Hall 449 314
West Point/New York Cadet Chapel Military Academy 380 303
Los Angeles/Californien First Congregational Church 354 242
Passau Dom St. Stephan 326 229
Garden Grove/Californien Crystal Cathedral 278 200
Mailand Dom 255 186
Mexico City Auditorio Nacional 250 181
Boston/Massachusetts First Church of Christ, Scientist 240 153
Hanover/Pennsylvania St. Matthew's Lutheran Church 231 147
Nürnberg St. Lorenz 227 153
New York St. Bartholomew's Episcopal Church 225 158
Lichen Bazylika Matki Bozej Lichenskiej 222 154

Zeugnisse

  • Die orgl ist doch in meinen augen und ohren der könig aller instrumenten. (Wolfgang Amadeus Mozart).
  • Versäume keine Gelegenheit, dich auf der Orgel zu üben. Es gibt kein Instrument, das am Unreinen und Unsauberen im Tonsatz wie im Spiel alsogleich Rache nähme als die Orgel. (Robert Schumann).
  • Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren. (Charles Marie Widor).
  • Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben. (Zweites Vatikanisches Konzil) In: Konstitution über die heilige Liturgie – Sacrosanctum Concilium, Kapitel VI: Die Kirchenmusik, 120.

Weblinks