Goldene Rose

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Überreichung einer Goldenen Rose an Unsere liebe Frau von Fatima in der Erscheinungskapelle des Wallfahrtsortes durch Papst Franziskus am 12. Mai 2017

Die Goldene Rose (lateinisch: Rosa Aurea), Papstrose oder Tugendrose, ist eine aus Gold geschmiedete Blüte, die mit wohlriechenden Essenzen aus Balsam, Weihrauch und Weihwasser gefüllt ist. Sie ist eine päpstliche Auszeichnung für Personen und Wallfahrtsorte und wird vom Heiligen Vater am Sonntag Laetare (= vierter Sonntag der Fastenzeit) gesegnet.

Heutzutage wird sie nicht mehr zwingend an Laetare und in "Santa Croce in Gerusalemme", sondern in einer Kapelle des apostolischen Palastes gesegnet.

Die Rose steht als Symbol für Jesus Christus in einem doppelten Sinn. Das Gold symbolisiert die Auferstehung, die Dornen weisen auf die Passion hin. Die Rose diente dazu, an "Laetare" den Ruhm der Auferstehung Christi zu zeigen, um damit die Trauer über das Leiden Christi zu mildern. Papst Alexander III. (1159-1181) schrieb: Das Gold bezeichne Christus, die rötliche Färbung des Edelmetalls stehe für das Leiden (Passion), der Duft verkünde die Herrlichkeit der Auferstehung. Diese Goldene Rose symbolisiert in ihrem Duft den Schmuck an Tugenden und Schönheit, mit dem sich das christliche Leben schmücken soll: Das ist das Zeichen, welches durch jene Goldene Rose Innozenz III. prächtig zum Ausdruck gebracht ist, die in Liebe rötlich glänzt und angenehm vom Wohlgeruch aller christlichen Tugenden duftet. Dies soll allen Mut machen, um die hervorragende Gestalt der Heiligkeit beispielhaft pflegen (Apostolischer Brief Oecumenicum concilium).

Geschichte

Das Brauchtum geht zurück auf eine mittelalterliche Prozession am vierten Fastensonntag ("Laetare") bzw. am Sonntag zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten in Rom. An diesem Sonntag trug der Papst zunächst eine natürliche, später eine goldene Rose zur Kirche Santa Croce. Der Heilige Vater hielt die Rose in der linken Hand und segnete mit der rechten die Menschen. Am Ende überreichte er sie dem Stadtpräfekten Roms. Später entstand dadurch auch der Name "Rosensonntag" (Sonntag vor Pfingsten).

Unter Papst Leo IX. (1002-1054) wurde dieser Brauchtum im Jahr 1049 zum ersten Mal durchgeführt. Papst Urban II. verlieh sie zum ersten Mal im Jahr 1096 an eine Person, die sich um die römisch-katholische Kirche sehr verdient gemacht hat.

Die Rose war auch ein Gunsterweis an Herrscherinnen. Zumindest zweimal erhielten Frauen in Deutschland eine Goldene Rose: Sixtus V. (1585-1590)) sandte sie an Herzogin Jakoba von Jülich-Kleve und Benedikt XIV. 1740 an Maria Amalia von Sachsen; auch zahlreiche weibliche Mitglieder der Familie Habsburg wurden mit ihr bedacht, im Pontifikat des seligen Pius IX. war es Kaiserin Elisabeth (Sissi) von Österreich, die eine Goldene Rose aus den Händen des päpstlichen Legaten empfing.

Die "Goldene Rose" sollte die Empfänger aber nicht nur ehren, sondern sie immer auch an die religiöse Verpflichtung erinnern. Die letzte Goldene Rose an eine Person geschah 1956. Danach erhielten sie nur mehr bedeutende Gotteshäuser, überwiegend Heiligtümer der Gottesmutter.

Auszeichnungen

Papst Johannes XXIII.
schreibt im Apostolischen Brief Oecumenicum concilium: "Für das österliche Auferstehungsfest haben Wir Unseren ehrwürdigen Mitbrüdern und geliebten Söhnen, die Mitglieder der Päpstlichen Konzils-Zentralkommission sind - Kardinälen, Bischöfen, Prälaten und Ordensmännern, die die ganze Erde repräsentieren - und durch sie allen Völkern die Goldene Rose als Glückwunsch überreicht":

Papst Paul VI.:

Papst Johannes Paul II.: hat die besondere Auszeichnung an die großen Wallfahrtsorte

  • Tschenstochau (Polen) im Juni 1979
  • ULF von Luján (Argentinien) 1982
  • Nuestra Senora de la Evangelisazión in Lima (Peru) 1988
  • Loreto (Italien) im Heiligen Jahr 2000
  • Knock (Irland) und an
  • Lourdes<ref>kath.net: Papst bringt ‚Rosa aurea’ nach Lourdes, 12. August 2004</ref> (Frankreich) verliehen

Papst Benedikt XVI.:

Papst Franziskus

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

<references />