Päpstliche Missionsvereinigung

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Päpstliche Missionsvereinigung der Kleriker (Unio Cleri pro Missionibus; Abk: PMVK) ist „die Seele" der vier "Päpstlichen Missionswerke“.[1]

Die Vereinigung wendet sich an alle, die berufen sind, darauf hinzuarbeiten, dass das Volk Gottes von missionarischem Geist und von großer Sensibilität für die missionarische Zusammenarbeit erfüllt wird.[2] In jeder Nationaldirektion ist ein Verantwortlicher der Vereinigung mit der besonderen Aufgabe betraut, den missionarischen Geist zu fördern. Auf Diözesanebene kann der Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke diese Aufgabe wahrnehmen.[3]

Inhaltsverzeichnis

Ziel der PMVK

Das Ziel der Päpstlichen Missionsvereinigung der Kleriker besteht darin, das Wissen über die Mission zu vertiefen und ihre missionarische Sensibilität zu stärken, sodass sie auch in den ihnen anvertrauten Gemeinschaften ein missionarisches Bewusstsein und ein wirkungsvolles Engagement für die Weltmission der Kirche fördern können.[4] Konkret geschieht dies durch die missionarische Bildung und Unterweisung der Priester, der Mitglieder der und der Gesellschaften des apostolischen Lebens, der dem geweihten Leben verpflichteten Laien, der Priesteramtskandidaten und der Anwärter auf das Ordensleben in all seinen Formen als auch aller anderen Personen, die im seelsorglichen Dienst der Kirche engagiert sind.[5]

Aufgabe und Methoden der PMVK

Aufgabe der Päpstlichen Missionsvereinigung der Kleriker ist es, die Wirklichkeit, dass die Kirche missionarisch (Ad gentes, 2) ist, gegenwärtig und wirksam werden zu lassen, und zwar vor allem unter den Personen, die in den Weiheämtern und im geweihten Leben der Ordensgemeinschaften und Laieninstitute zum kirchlichen Dienst berufen sind, sowie unter den direkt in der Weltmission engagierten Laienmissionaren.[6]

Für die missionarische Bildung und Sensibilisierung verwendet die Vereinigung angemessene Methoden, indem sie entweder eigene Mittel einsetzt oder an die kleinen und großen Seminare, die schon bestehenden Einrichtungen und die bereits laufenden Initiativen appelliert, die der Erstausbildung und Fortbildung des Klerus und der Ordensleute dienen.[7] Die Vereinigung ermutigt, die angemessenen seelsorgerlichen Methoden zu finden, und sie versucht, ihr apostolisches Engagement lebendig zu erhalten. Zu diesem Zweck fördert sie auch den brüderlichen Austausch und das Zeugnis der Solidarität unter allen, die im Dienst der Kirche in den verschiedenen Kontinenten apostolisch tätig sind.[8]

Geschichte der PMVK

Die Päpstliche Missionsvereinigung (Unio Cleri pro Missionibus) wurde 1916 in Italien von P. Paolo Manna (1872- 1952) gegründet. Von Anfang an genoss sie die Bestätigung durch den Heiligen Stuhl und wurde am 31. Oktober 1916 im Pontifikat Benedikts XV. offiziell bestätigt. Die "Unio" erlebte eine sehr rasche Ausdehnung in den meisten Diözesen der Welt. Es gibt sie 1980 in mehr als 50 Ländern. Die "Unio" wurde als eine Vereinigung von Priestern gegründet; sie wurde am 14. Juli 1949 auf Ordensleute ausgedehnt. 1956 erhielt die "Unio" den offiziellen Titel eines Päpstlichen Werkes. Statuten der päpstlichen Missionswerke wurden (zumindest) 1980 und 2005 gegeben.[9]

Anmerkungen

  1. Paul VI., Apostolisches Schreiben Graves et increscentes vom 5. September 1966: aus: Kongregation für die Evangelisierung der Völker: Statuten der päpstlichen Missionswerke vom 26. Mai 2005, Nr. 20.
  2. Statuten der päpstlichen Missionswerke Nr. 20.
  3. Cooperatio missionalis, 9; Statuten der päpstlichen Missionswerke Nr. 22.
  4. Statuten der päpstlichen Missionswerke Nr. 21.
  5. Statuten der päpstlichen Missionswerke Nr. 20.
  6. Vgl. Cooperatio missionalis 4; Statuten der päpstlichen Missionswerke Nr. 19.
  7. Benedikt XVI., Statuten der päpstlichen Missionswerke Nr. 21.
  8. Statuten der päpstlichen Missionswerke Nr. 21.
  9. Statuten der päpstlichen Missionswerke 1980, Anhang: Historische Daten.
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