Natürliches Sittengesetz

Aus Kathpedia
(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
(allgemeingültig)
(Die positiven Gesetze des Staates und das Sittengesetz)
Zeile 1: Zeile 1:
Unter '''Sittengesetz''', '''Sittennorm''' oder '''Sittenordnung''' versteht man jenes natürliche [[Gesetz]], das die menschlichen Handlungen im Hinblick auf das [[Endziel]] vernunftgemäß regelt und ordnet.<ref>Bernard Kälin: Lehrbuch der [[Philosophie]], [[Ethik]], umgearbeitet von Raphael Fäh OSB, Selbstverlag Benediktinerkolleg Sarnen 1954, Nr. 85  (2. Auflage; [[Imprimatur]] Curiae, die 8, Juni 1954 † Christianus Caminada Episcopus).</ref>
+
Unter '''Sittengesetz''', '''Sittennorm''', '''Sittenordnung''' oder  [[Naturgesetz]] versteht man jenes natürliche [[Gesetz]], das die menschlichen Handlungen im Hinblick auf das [[Endziel]] vernunftgemäß regelt und ordnet.<ref>Bernard Kälin: Lehrbuch der [[Philosophie]], [[Ethik]], umgearbeitet von Raphael Fäh OSB, Selbstverlag Benediktinerkolleg Sarnen 1954, Nr. 85  (2. Auflage; [[Imprimatur]] Curiae, die 8, Juni 1954 † Christianus Caminada Episcopus).</ref>
 +
 
 +
Das natürliche Sittengesetz drückt die Ziele, Rechte und Pflichten aus, die sich auf die leibliche und geistige Natur der menschlichen [[Person]] gründen, und schreibt sie so zugleich vor. Deshalb muss es als vernunftgemäße Ordnung definiert werden, der entsprechend der [[Mensch]] vom [[Schöpfer]] gerufen ist, sein Leben und seine Handlungen zu leiten und zu regeln.<ref>Vgl. [[Paul VI.]], [[Enzyklika]] [[Humanae vitae]], 10: [[AAS]] 60 (1968) 487–488; [[Kongregation für die Glaubenslehre]]: [[Instruktion]] ''[[Donum vitae]]'' vom [[22. Februar]] [[1987]], Nr. 3.</ref>
  
 
Die Sittennorm ist der Wertmaßstab für die Güte oder Schlechtigkeit des Menschen schlechthin; sie betrifft die sittliche [[Beschaffenheit]].  
 
Die Sittennorm ist der Wertmaßstab für die Güte oder Schlechtigkeit des Menschen schlechthin; sie betrifft die sittliche [[Beschaffenheit]].  
Zeile 22: Zeile 24:
 
==Das Sittengesetz gilt für jeden==
 
==Das Sittengesetz gilt für jeden==
  
Das allgemeingültige Sittengesetz ist die nähere objektive Sittennorm für das Leben jedes Einzelnen und das Leben der Gesellschaft, wie für die Beziehungen der Staaten untereinander (''[[Summi pontificatus|SP]]'', [[Summi pontificatus (Wortlaut)#Leugnung des Sittengesetzes, das Europa seinen geistigen Zusammenhalt gab|Nr. 28]]) und dies unabhängig einer [[Religion]]. Dem [[Mensch]]en ist das Sittengesetz von [[Gott]] in sein Herz geschrieben, dem zu [[Gehorsam|gehorchen]] seine Würde ist und gemäß dem er [[Einzelgericht|gerichtet]] werden wird ([[Gaudium et spes|GS]], [[Gaudium et spes (Wortlaut)#16. Die Würde des sittlichen Gewissens|Nr. 16]]). Er ist der allmächtige [[Schöpfer]] und Vater aller, ihr höchster und unabhängiger Gesetzgeber, der allwissende und gerechte Vergelter der menschlichen Handlungen. Es ist jene Stimme, die auch den Ungebildeten und selbst noch den unzivilisierten Wilden lehrt, was gut und was böse ist, erlaubt und unerlaubt. Es ist jene Stimme, die [[Verantwortung]] für die eigenen Taten vor einem höchsten Richter predigt (''[[Summi pontificatus]]'', [[Summi pontificatus (Wortlaut)#Leugnung des Sittengesetzes, das Europa seinen geistigen Zusammenhalt gab|Nr. 28]]). Was nicht der [[Wahrheit]] und dem Sittengesetz entspricht, hat objektiv kein Recht auf [[Dasein]], Propaganda und Aktion ([[Pius XII. zur Toleranz#Toleranz konkret|Pius XII.]]).
+
Das allgemeingültige (universale) Sittengesetz ist die nähere objektive Sittennorm für das Leben jedes Einzelnen und das Leben der Gesellschaft, wie für die Beziehungen der Staaten untereinander (''[[Summi pontificatus|SP]]'', [[Summi pontificatus (Wortlaut)#Leugnung des Sittengesetzes, das Europa seinen geistigen Zusammenhalt gab|Nr. 28]]) und dies unabhängig einer [[Religion]]. Dem [[Mensch]]en ist das Sittengesetz von [[Gott]] in sein Herz geschrieben, dem zu [[Gehorsam|gehorchen]] seine Würde ist und gemäß dem er [[Einzelgericht|gerichtet]] werden wird ([[Gaudium et spes|GS]], [[Gaudium et spes (Wortlaut)#16. Die Würde des sittlichen Gewissens|Nr. 16]]; <ref>[[Motu proprio]] ''[[Spes aedificandi mundum]] zur Ausrufung der heiligen [[Birgitta von Schweden]], der heiligen [[Katharina von Siena]] ab und der heiligen [[Teresia Benedicta a Cruce]] zu Mitpatroninnen [[Europa]]s vom [[1. Oktober]] [[1999]], [[Spes aedificandi mundum (Wortlaut)|Nr. 10]]</ref>). Er ist der allmächtige [[Schöpfer]] und Vater aller, ihr höchster und unabhängiger Gesetzgeber, der allwissende und gerechte Vergelter der menschlichen Handlungen. Es ist jene Stimme, die auch den Ungebildeten und selbst noch den unzivilisierten Wilden lehrt, was gut und was böse ist, erlaubt und unerlaubt. Es ist jene Stimme, die [[Verantwortung]] für die eigenen Taten vor einem höchsten Richter predigt (''[[Summi pontificatus]]'', [[Summi pontificatus (Wortlaut)#Leugnung des Sittengesetzes, das Europa seinen geistigen Zusammenhalt gab|Nr. 28]]). Was nicht der [[Wahrheit]] und dem Sittengesetz entspricht, hat objektiv kein Recht auf [[Dasein]], Propaganda und Aktion ([[Pius XII. zur Toleranz#Toleranz konkret|Pius XII.]]).
 +
 
 +
==Die positiven Gesetze des Staates und das Sittengesetz==
 +
 
 +
"Jedes von Menschen erlassene Gesetz hat den Charakter eines Gesetzes, insoweit es mit dem natürlichen Sittengesetz, das von der rechten Vernunft erkannt wird, übereinstimmt und insbesondere die unveräußerlichen Rechte jeder [[Person]] achtet."<ref>Vgl. Hl. [[Thomas von Aquin]], [[Summa theologiae]], I-II, q. 95, a. 2: in: [[Kongregation für die Glaubenslehre]]: [[Erwägungen vom 3. Juni 2003 (Wortlaut)|Erwägungen zu den Entwürfen]] einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften [[Homosexualität|homosexueller]] Personen vom [[3. Juni]] [[2003]].</ref> „Jedes von Menschen gemachte Gesetz ist insofern rechtskräftig, als es aus dem Naturgesetz hervorgeht. Umgekehrt ist, was dem Naturgesetz widerspricht, kein Gesetz, sondern eine Verdrehung des Gesetzes“.<ref>[[Thomas von Aquin]] lehnt die Vorstellung, das Sittengesetz und das bürgerliche Gesetz dürften sich widersprechen, ab, und die Grundlage seiner Argumentation ist einleuchtend: Sie unterscheiden sich zwar, aber sie widersprechen sich nicht; sie unterscheiden sich zwar, aber sie lösen sich nicht gegenseitig auf; zwischen ihnen gibt es weder Zweideutigkeit noch Widerspruch: [[Thomas von Aquin]], [[Summa theologiae]], I-II, q. 95, a. 2 in: [[Päpstlicher Rat für die Familie]]: [[Ehe, Familie und faktische Lebensgemeinschaften]] vom [[21. November]] [[2000]] [[Ehe, Familie und faktische Lebensgemeinschaften (Wortlaut)#Die Anerkennung und Gleichstellung der faktischen Lebensgemeinschaften als Diskriminierung der Ehe|Nr. 17]]</ref>
 +
 
 +
Die Legislative des Staates ist mit politischer Verantwortung verbunden; den Politikern kommt es daher zu, (nicht auf der Ebene der Prinzipien, sondern auch auf der Ebene ihrer Anwendung) darüber zu wachen, dass es zwischen dem Sittengesetz und dem bürgerlichen Gesetz zu keiner Diskrepanz kommt-was ernste Folgen in Gegenwart und Zukunft hätte-und dass der erzieherische und kulturelle Wert der Rechtsordnung gewahrt bleibt.<ref>Schlusserklärung des 2. Kongresses der europäischen Politiker und Gesetzgeber über die Menschenrechte und die Familie, in L’[[Osservatore Romano]], 26.2.1999: „Als Politiker und Gesetzgeber, die der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 treu verbunden bleiben wollen, verpflichten wir uns, die Rechte der in der [[Ehe]] zwischen einem Mann und einer Frau begründeten Familie zu verteidigen und zu fördern. Und zwar auf allen Ebenen: auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Nur so können wir uns sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene wirklich in den Dienst des am Gemeinwohls stellen“: [[Päpstlicher Rat für die Familie]]: [[Ehe, Familie und faktische Lebensgemeinschaften]] vom [[21. November]] [[2000]] [[Ehe, Familie und faktische Lebensgemeinschaften (Wortlaut)#Die Anerkennung und Gleichstellung der faktischen Lebensgemeinschaften als Diskriminierung der Ehe|Nr. 17]].</ref>
  
 
==Päpstliche Schreiben==
 
==Päpstliche Schreiben==
Zeile 28: Zeile 36:
 
* [[20. Oktober]] [[1939]]  [[Antrittsenzyklika]] ''[[Summi pontificatus]]'' über die Not und Irrtümer unserer Zeit und deren Überwindung in [[Christus]], [[Summi pontificatus (Wortlaut)#Leugnung des Sittengesetzes, das Europa seinen geistigen Zusammenhalt gab|Nr. 28]].
 
* [[20. Oktober]] [[1939]]  [[Antrittsenzyklika]] ''[[Summi pontificatus]]'' über die Not und Irrtümer unserer Zeit und deren Überwindung in [[Christus]], [[Summi pontificatus (Wortlaut)#Leugnung des Sittengesetzes, das Europa seinen geistigen Zusammenhalt gab|Nr. 28]].
 
* 18. April  1952 Ansprache ''[[Soyez les bienvenues]]'' an den Kongress des Weltbundes der katholischen weiblichen [[Jugend]] über [[Situationsethik]] und christliche Sittenlehre.([[AAS]] XLIV [1952] 413-419).
 
* 18. April  1952 Ansprache ''[[Soyez les bienvenues]]'' an den Kongress des Weltbundes der katholischen weiblichen [[Jugend]] über [[Situationsethik]] und christliche Sittenlehre.([[AAS]] XLIV [1952] 413-419).
 +
 +
'''[[Johannes Paul II.]]'''
 +
* [[24. Mai]] [[1995]] [[Enzyklika]] ''[[Evangelium vitae]]'' über den Wert und die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens, [[Evangelium vitae (Wortlaut)#»Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen« (Apg 5, 29): Staatliches Gesetz und Sittengesetz|Nr. 68-74]].
  
 
==Weblinks==
 
==Weblinks==

Version vom 6. Dezember 2016, 20:05 Uhr

Unter Sittengesetz, Sittennorm, Sittenordnung oder Naturgesetz versteht man jenes natürliche Gesetz, das die menschlichen Handlungen im Hinblick auf das Endziel vernunftgemäß regelt und ordnet.[1]

Das natürliche Sittengesetz drückt die Ziele, Rechte und Pflichten aus, die sich auf die leibliche und geistige Natur der menschlichen Person gründen, und schreibt sie so zugleich vor. Deshalb muss es als vernunftgemäße Ordnung definiert werden, der entsprechend der Mensch vom Schöpfer gerufen ist, sein Leben und seine Handlungen zu leiten und zu regeln.[2]

Die Sittennorm ist der Wertmaßstab für die Güte oder Schlechtigkeit des Menschen schlechthin; sie betrifft die sittliche Beschaffenheit.

Es unterscheidet sich von den übrigen Gesetzen dadurch, dass es die menschlichen Handlungen auf das letzte Ziel (auf die Vollendung des Menschen als solchen) bezieht, während die andern Gesetze nur ein Sonderziel im Auge haben (z. B. die logischen Gesetze das richtige Denken, die Baugesetze das vollkommene Bauwerk). Die dem Sittengesetz gemäßen Handlungen machen den Menschen schlechthin gut; die nach Sondergesetzen geregelten Handlungen machen den Menschen nur beziehungsweise gut (z. B. zu einem logischen Denker, zu einem guten Baumeister, Schneider). Das Sittengesetz betrifft somit den Menschen als solchen, das vernunftgemäße Handeln schlechthin, das Gesamtgut des Menschen, die übrigen Gesetze hingegen betreffen nur ein Teilgut, eine bestimmte Seite des Menschen (z. B. den guten Gebrauch des Verstandes, der Sprache usw.).[3]

Inhaltsverzeichnis

Einteilungen[4]

Man unterscheidet eine objektive und eine subjektive Sittennorm:

1. Die objektive Sittennorm hat unabhängig vom menschlichen Denken und Wollen Bestand und verpflichtende Geltung.

Sie wird eingeteilt in eine höchste (oberste) und eine nähere Sittennorm.

a) Die oberste objektive Sittennorm hat keine andere höhere über sich, trägt also den Grund ihrer Verpflichtung in sich selber; von ihr ist jede andere Sittennorm abhängig. Sie heißt auch höchstes Moralprinzip. Die oberste objektive Sittennorrn ist der ewige Vernunftwille Gottes, das ewige Gesetz, sofern es die vernunftbegabten Geschöpfe auf ihr letztes Ziel hinordnet.

b) Die nähere objektive Sittennorm ist jene, aus der die menschliche Erkenntnis die Sittengesetze unmittelbar schöpft. Es ist das natürliche Sittengesetz, das der Mensch mit dem Licht der Vernunft aus seiner Natur abliest oder ableitet.

2. Die subjektive Sittennorm ist jenes Urteil der praktischen Vernunft, das die objektivpe Sittennorm in der konkreten Einzelhandlung zur Anwendung bringt. Es ist das Gewissensurteil.

Für die subjektive Sittennorm ist die objektive maßgebend !

Das Sittengesetz gilt für jeden

Das allgemeingültige (universale) Sittengesetz ist die nähere objektive Sittennorm für das Leben jedes Einzelnen und das Leben der Gesellschaft, wie für die Beziehungen der Staaten untereinander (SP, Nr. 28) und dies unabhängig einer Religion. Dem Menschen ist das Sittengesetz von Gott in sein Herz geschrieben, dem zu gehorchen seine Würde ist und gemäß dem er gerichtet werden wird (GS, Nr. 16; [5]). Er ist der allmächtige Schöpfer und Vater aller, ihr höchster und unabhängiger Gesetzgeber, der allwissende und gerechte Vergelter der menschlichen Handlungen. Es ist jene Stimme, die auch den Ungebildeten und selbst noch den unzivilisierten Wilden lehrt, was gut und was böse ist, erlaubt und unerlaubt. Es ist jene Stimme, die Verantwortung für die eigenen Taten vor einem höchsten Richter predigt (Summi pontificatus, Nr. 28). Was nicht der Wahrheit und dem Sittengesetz entspricht, hat objektiv kein Recht auf Dasein, Propaganda und Aktion (Pius XII.).

Die positiven Gesetze des Staates und das Sittengesetz

"Jedes von Menschen erlassene Gesetz hat den Charakter eines Gesetzes, insoweit es mit dem natürlichen Sittengesetz, das von der rechten Vernunft erkannt wird, übereinstimmt und insbesondere die unveräußerlichen Rechte jeder Person achtet."[6] „Jedes von Menschen gemachte Gesetz ist insofern rechtskräftig, als es aus dem Naturgesetz hervorgeht. Umgekehrt ist, was dem Naturgesetz widerspricht, kein Gesetz, sondern eine Verdrehung des Gesetzes“.[7]

Die Legislative des Staates ist mit politischer Verantwortung verbunden; den Politikern kommt es daher zu, (nicht auf der Ebene der Prinzipien, sondern auch auf der Ebene ihrer Anwendung) darüber zu wachen, dass es zwischen dem Sittengesetz und dem bürgerlichen Gesetz zu keiner Diskrepanz kommt-was ernste Folgen in Gegenwart und Zukunft hätte-und dass der erzieherische und kulturelle Wert der Rechtsordnung gewahrt bleibt.[8]

Päpstliche Schreiben

Pius XII.

Johannes Paul II.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Bernard Kälin: Lehrbuch der Philosophie, Ethik, umgearbeitet von Raphael Fäh OSB, Selbstverlag Benediktinerkolleg Sarnen 1954, Nr. 85 (2. Auflage; Imprimatur Curiae, die 8, Juni 1954 † Christianus Caminada Episcopus).
  2. Vgl. Paul VI., Enzyklika Humanae vitae, 10: AAS 60 (1968) 487–488; Kongregation für die Glaubenslehre: Instruktion Donum vitae vom 22. Februar 1987, Nr. 3.
  3. Kälin: Lehrbuch der Philosophie, Ethik, Nr. 85.
  4. Kälin: Lehrbuch der Philosophie, Ethik, Nr. 86.
  5. Motu proprio Spes aedificandi mundum zur Ausrufung der heiligen Birgitta von Schweden, der heiligen Katharina von Siena ab und der heiligen Teresia Benedicta a Cruce zu Mitpatroninnen Europas vom 1. Oktober 1999, Nr. 10
  6. Vgl. Hl. Thomas von Aquin, Summa theologiae, I-II, q. 95, a. 2: in: Kongregation für die Glaubenslehre: Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften homosexueller Personen vom 3. Juni 2003.
  7. Thomas von Aquin lehnt die Vorstellung, das Sittengesetz und das bürgerliche Gesetz dürften sich widersprechen, ab, und die Grundlage seiner Argumentation ist einleuchtend: Sie unterscheiden sich zwar, aber sie widersprechen sich nicht; sie unterscheiden sich zwar, aber sie lösen sich nicht gegenseitig auf; zwischen ihnen gibt es weder Zweideutigkeit noch Widerspruch: Thomas von Aquin, Summa theologiae, I-II, q. 95, a. 2 in: Päpstlicher Rat für die Familie: Ehe, Familie und faktische Lebensgemeinschaften vom 21. November 2000 Nr. 17
  8. Schlusserklärung des 2. Kongresses der europäischen Politiker und Gesetzgeber über die Menschenrechte und die Familie, in L’Osservatore Romano, 26.2.1999: „Als Politiker und Gesetzgeber, die der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 treu verbunden bleiben wollen, verpflichten wir uns, die Rechte der in der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau begründeten Familie zu verteidigen und zu fördern. Und zwar auf allen Ebenen: auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Nur so können wir uns sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene wirklich in den Dienst des am Gemeinwohls stellen“: Päpstlicher Rat für die Familie: Ehe, Familie und faktische Lebensgemeinschaften vom 21. November 2000 Nr. 17.
Meine Werkzeuge