Gregor Sorger

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P. Gregor Sorger

Gregor Sorger OSB (bürgerlich: Ludwig Paul Friedrich; * 19. November 1906 in Spaichingen, Deutschland; † 15. November 1950 in Manpo/Nordkorea) war ein deutscher Benediktinermönch, der 1950 in Nordkorea starb. Der Seligsprechungsprozess ist eingeleitet.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Gregor Sorger wurde in Spaichingen (Kreis Tuttlingen) im Bistum Rottenburg-Stuttgart geboren. Sein am 9. September 1872 geborener Vater war Oberamtsarzt Dr. med. Leopold und stammte aus Riedlingen, ebenso wie der Großvater väterlicherseits. Die Mutter M. Pauline Regina, geb. Haller, wurde am 19. Juni 1886 in Ulm geboren, wo ihr Vater, Johann Friedrich Haller, Gefängnisinspektor war. Das Ehepaar Sorger wurde am 8. August 1905 in Beuron getraut. Gregor wurde durch Vikar Häfner am 26. November 1906 auf den Namen Ludwig Paul Friedrich Sorger getauft. Gregor hatte zwei jüngere Geschwister. Er besuchte er die Volksschule in Ehingen, sodann das Gymnasium in Ehingen, Ulm und Rottweil. Das Abitur legte er in Rottweil ab. Die Firmung erhielt er 1920 in Neu-Ulm. Er studierte zunächst fünf Semester Jura an der juristischen Fakultät der Universität in Tübingen, trat dann nach dem Tod seiner Mutter im Mai 1927, unter dem Abt Raphael Walzer, in die Erzabtei Beuron ein. Das Postulat begann er am 16. Dezember 1927, das Noviziat am 3. Juni 1928. Die erste Profess legte er am 29. Juni 1929 ab. Die ewigen Gelübde folgten am 29. Juni 1932. Während dieser Zeit studierte er Philosophie im Kloster Maria Laach und Theologie in Beuron. Noch vor Abschluss der Studien empfängt von Erzbischof Conrad Gröber in Beuron die Subdiakonatsweihe, die Diakonatsweihe und am 5. August 1934 die Priesterweihe. Gregor arbeitete in der Verwaltung als Prokurator in Beuron, als Sekretär des Priors P. Hermann Keller, sowie in der Seelsorge.

Am 19. April 1937 wurde Gregor von Erzabt Walzer nach Japan in die Beuroner Neugründung Tonogaoka bei Chigasaki, südwestlich von Tokyo, entsandt. Er diente als Organist und Subprior, Hausmeister und Chronist. 1940 wurde dieses Priorat den Benediktinern von St. Ottilien übergeben. Er wechselte mit drei Ordensbrüdern in die Abtei Tokwon bei Wŏnsan in Korea. Am dortigen Priesterseminar der Abtei unterrichtete er Musik, Englisch und Deutsch. Außerdem war er Sekretär von Abt-Bischof Bonifatius Sauer und Organist. Nach der Kapitulation Japans 1945 wurde das Gebiet von Wŏnsan wie der ganze Norden Koreas Russland, der Süden den Amerikanern unterstellt. Es folgte der Krieg zwischen dem kommunistischen Nord- und Südkorea. Bei der gewaltsamen Aufhebung Tŏkwons durch die kommunistische Regierung im Mai 1949 kam Gregor mit 17 weiteren Ordensbrüdern ins Gefängnis nach Pjöngjang. Gregor litt an einer chronischen Darmerkrankung. Nachdem Abtbischof Bonifatius Sauer an einer Krankheit gestorben war, wurden die anderen Klosteroberen sowie die koreanischen Patres erschossen, die restlichen Ordensbrüder wurden in das Arbeitslager Oksadok bei Jonchon gebracht. Gregor wurde ins Lager Manpo verlegt und erfror dort am 15. November 1950 in den Armen von Sr. Diomedes Meffert aus Mangelernährung und aus Erschöpfung.

Seligsprechungsverfahren

Die Informationsphase (erste Stufe des Seligsprechungsprozesses) für Gregor Sorger begann am 10. Mai 2007, das Verfahren zur Seligsprechung (causa "Bonifatius Sauer, Pater Benedikt Kim und Gefährten") und weiteren 37 Missionaren und Schwestern von Tokwon in Nordkorea, wurde vom südkoreanischen Bischof Yang aus der Diözese Chuncheon am 29. Dezember 2009 eröffnet.

Literatur

Weblinks bzw. Quellen

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