Eucharistiae sacramentum

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Dekret
Eucharistiae sacramentum

Kongregation für den Gottesdienst
unseres Heiligen Vaters
Paul VI.
Neue liturgische Ordnungen "für die Kommunionspendung und Eucharistieverehrung außerhalb der Messe, Nr. 900/73

21. Juni 1973

(Offizieller lateinischer Text AAS 65 [1973] 610; Offizielle lateinische Ausgabe: Rituale Romanum ex decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, auctoritate Pauli Pp. VI promulgatum, De sacra communione et de cultu mysterii eucharistici extra Missam. Vatikanstadt 1973, 1974 [2. Auflage])

(Quelle: : Kommunionspendung und Eucharistieverehrung außerhalb der Messe. Studienausgabe, hrsg. von den Liturgischen Instituten Salzburg, Trier, Zürich. Benziger Verlag Einsiedeln und Herder Verlag 1976, S. 7+8 (Mit kirchlicher Druckerlaubnis).

Allgemeiner Hinweis: Die in der Kathpedia veröffentlichen Lehramtstexte dürfen nicht als offizielle Übersetzungen betrachtet werden, selbst wenn die Quellangaben dies vermuten ließen. Nur die Texte auf der Vatikanseite können als offiziell angesehen werden (Schreiben der Libreria Editrice Vaticana vom 21. Januar 2008).


Das Sakrament der Eucharistie hat Christus der Kirche, seiner geliebten Braut, zur geistlichen Nahrung der Gläubigen und als Unterpfand des ewigen Lebens geschenkt. Dieses Sakrament nimmt die Kirche in Glaube und Liebe an.

Die Feier der Eucharistie im Messopfer ist in Wahrheit Ursprung und Ziel der Verehrung, die dem Altarsakrament außerhalb der Messe erwiesen wird. Die eucharistischen Gestalten werden nach der Messe vor allem deshalb aufbewahrt, damit die Gläubigen, die der Messe nicht beiwohnen können, besonders die Kranken und die Betagten, durch die sakramentale Kommunion mit Christus und seinem Opfer, das in der Messe dargebracht wird, vereinigt werden.

Die Aufbewahrung der eucharistischen Gestalten für den Kommunionempfang führte zu dem Brauch, dieses Sakrament zu verehren und ihm Anbetung zu erweisen, die allein Gott gebührt. Dieser eucharistische Anbetungskult ist einwandfrei und zuverlässig begründet. Eine Reihe öffentlicher und gemeinschaftlicher Formen dieses Kultes ist sogar von der Kirche selbst eingerichtet worden.

Nach der Erneuerung des Mess-Ritus wurden durch die Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25. Mai 1967 Normen vorgelegt "für die praktische Ordnung der Verehrung, die diesem Sakrament auch nach der Messe geschuldet wird, desgleichen die Regeln, nach denen diese Verehrung mit der rechten Ordnung der Feier des Messopfers im Sinne der Vorschriften des Zweiten Vatikanischen Konzils und der anderen einschlägigen Dokumente des Apostolischen Stuhls in Einklang gebracht werden".[1] Daraufhin hat die Kongregation für den Gottesdienst diese Riten "De sacra communione et de cultu mysterii eucharistici extra Missarn" erarbeitet.

Papst Paul VI. hat sie approbiert und sie jetzt als "editio typica" veröffentlichen lassen. Sie treten an die Stelle der bisherigen Riten im Römischen Rituale und können sofort in lateinischer Sprache verwendet werden, in der Volkssprache von dem Tage an, den die Bischofskonferenzen bestimmen, und zwar nach der Übersetzung in die Volkssprache und nach der Konfirmierung durch den Apostolischen Stuhl.

Alle entgegenstehenden Verfügungen sind hiermit aufgehoben.

Am Sitz der Gottesdienstkongregation, 21. Juni 1973, Hochfest Fronleichnam.

Arturo Kardinal Tabera
Präfekt
A. Bugnini
Tit. Erzbischof von Diocletiana

Sekretär

Anmerkungen

  1. Ritenkongregation: Instruktion "Eucharisticum mysterium", Nr. 3 g: AAS 59 [1967] S. 543
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