Gewissensspiegel

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Der Gewissensspiegel dient der ordnungsgemäßen Vorbereitung auf die Beichte. Er ist ein Teil des Gotteslobs, des Gebets- und Gesangbuches der Römisch-Katholischen Kirche. Auch Bußandachten und der Bußgottesdienst, den das Gotteslob vorsieht, eignen sich manchmal zur Gewissenserforschung.

Inhaltsverzeichnis

Gewissenserforschung

Bevor das Bußsakrament empfangen wird, erforscht man das Gewissen. Man besinnt sich, welche Sünden seit der letzten Beichte begangen wurden und denkt darüber nach, wie man Gott durch Gedanken, Worte, Werke und durch Unterlassung des Guten beleidigt hat. Bei schweren Sünden muss man sich auch über die Zahl und die wichtigen Umstände erforschen. Wichtige Umstände sind solche, die eine lässliche Sünde zu einer Todsünde machen (z. B. großer Diebstahl) oder die Art einer Sünde bedeutend ändern, weil noch ein anderes Gebot übertreten wird (z. B. Diebstahl in einer Kirche).[1]

Folgende Gewissensspiegel werden unterschieden:

  • Erster Gewissensspiegel (Dekalog)
  • Allgemeiner Gewissensspiegel
  • Dritter Gewissensspiegel (Glaube - Hoffnung - Liebe)
  • Vierter Gewissensspiegel (Leben für andere)

Für Kinder und Jugendliche:

  • Beichte der Kinder
  • Schülerbeichte

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Katholischer Katechismus der Bistümer Deutschlands 1955#85. Der Empfang des Bußsakramentes.
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