Anna Katharina Emmerich

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* [[Karl Erhard Schmöger|P. K. E. Schmöger]]: ''Das Leben der gottseligen Anna Katharina Emmerich'', [[Herder Verlag|Herder'sche Verlagsbuchhandlung]] Freiburg im Breisgau (in Fraktur), 1. Auflage: Erster Band 1867: Vom Jahre 1774 bis 1819 (Seite 1-470); Zweiter Band 1870: Letzte Lebensjahre und Tod, Erste Abtheilung (Seiten 1-456), Zweite Abtheilung (Seiten 457-903); Zweite Auflage 1873: Erster Band (547 Seiten), Zweiter Band (620 Seiten). Auch [[französisch]], [[italienisch]], [[englisch]], [[spanisch]], böhmisch.
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* [[Karl Erhard Schmöger|P. K. E. Schmöger]]: ''Das Leben der gottseligen Anna Katharina Emmerich'', [[Herder Verlag|Herder'sche Verlagsbuchhandlung]] Freiburg im Breisgau (in Fraktur), 1. Auflage: Erster Band 1867: Vom Jahre 1774 bis 1819 (Seite 1-470); Zweiter Band 1870: Letzte Lebensjahre und Tod, Erste Abtheilung (Seiten 1-456), Zweite Abtheilung (Seiten 457-903); Zweite Auflage 1873: Erster Band (547 Seiten), Zweiter Band (620 Seiten); 3. verb. Auflage 1907. Auch [[französisch]], [[italienisch]], [[englisch]], [[spanisch]], böhmisch.
 
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Version vom 16. September 2021, 15:49 Uhr

Sel. Anna Katharina

Die selige Anna Katharina Emmerich (flämisch Emmerick) (* 8. September 1774, in Coesfeld; † 9. Februar 1824 in Dülmen, Bistum Münster) war eine stigmatisierte Augustinerin im Kloster Agnetenburg in Dülmen. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 9. Februar.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Anna Katharina wuchs in einer äußerst armen Familie auf. Sie konnte deshalb zunächst nicht ins Kloster eintreten, da ihre Familie die hierfür notwendig Mitgift nicht aufbringen konnte. Von früher Kindheit an hatte sie Träume von Jesu Leben und Visionen von Christus.

Erst mit 24 Jahren wurde sie bei den Augustinerinnen aufgenommen, allerdings nur deswegen, weil eine Freundin, die aufgrund ihrer Fähigkeit, Orgelzu spielen, dem Konvent sehr willkommen war, darauf beharrte, nur ins Kloster einzutreten, wenn auch Katharina aufgenommen werden würde.

Katharinas Wunsch, in ihrem Leben Jesus ähnlich zu werden, wurde durch das viele Leid, das sie zu tragen hatte, verwirklicht. Freiwillig bevorzugte sie Bitteres vor Schönem. So geschah es einmal, dass sie in einer Vision Jesus aus dem Tabernakel zu sich kommen sah. Er hielt einen Blumenstrauß und eine Dornenkrone in den Händen und stellte sie vor die Wahl, eines der beiden Dinge für sich zu beanspruchen. Katharina nahm die Dornenkrone und drückte sie fest auf ihren Kopf, was ihr unsägliche Schmerzen bereitete, die sie von diesem Zeitpunkt an bis zu ihrem Lebensende begleiten sollten.

Durch ihre Bereitschaft für die Sünder Buße zu tun und das Leid anderer auf sich zu nehmen, litt sie Angst, größte Verlassenheit und schwere Schmerzen. Nur einer, ihr Bräutigam Jesus Christus, konnte sie trösten. So erschien er ihr des öfteren während der heiligen Kommunion oder während der Anbetung und spendete den Trost, den sie in ihren Qualen so dringend benötigte.

Das Kloster der Augustinerinnen wurde 1811 in Folge der Säkularisation aufgelöst, was Katharina schwer zu schaffen machte. Sie fand keinen Gefallen mehr an der Welt und stieß ebenso wie auf offene Herzen und Menschen, die bei ihr religiöse Hilfe suchten, auf Ablehnung und Spott.

Nachdem ihr am Fest des heiligen Augustinus auf wunderbare Weise Kreuze, zwei davon blutig, in die Brust eingebrannt worden waren, erschien ihr zu Weihnachten 1811 Jesus, der seiner Dienerin seine fünf Wunden einprägte.

Die letzten zwölf Jahre ihres Lebens verbrachte Anna Katharina Emmerick auf dem Krankenbett, litt schwerste Schmerzen für Christus und die Sünden der Welt, ernährte sich fast nur mehr von Wasser und ertrug zu alledem noch Verleumdungen und Anfeindungen. Denn das Wunder ihrer Stigmatisierung war in die Öffentlichkeit gedrungen, und obwohl sie vom Erzbischof und Medizinern bald schon als übernatürlich erkannt worden waren, gab es viele Leute, die sich darüber lustig machten.

Vor ihrem Lebensende wurden die Visionen und Entrückungen immer länger und intensiver. So sah sie die Heiligen des alten und des neuen Bundes, sie wurde in das gelobte Land geführt, durchwanderte Hölle, Fegefeuer, das Paradies und den Vorhof des Himmels. Die Muttergottes soll ihr das Jesuskind überreicht haben und sie soll mit Engeln und Heiligen verkehrt sein. In ihren Visionen wurden ihr auch Ereignisse, die sich in der Welt soeben ereignet hatten, offenbart. Die begnadete Mystikerin starb am 9. Februar 1824. Ihr Seligsprechungsprozess wurde 1892 eingeleitet.

Im Jahr 2004 wurde sie durch Papst Johannes Paul II. selig gesprochen und damit zur Ehre der Altäre erhoben. Auch hinsichtlich der Aufzeichnungen durch Clemens Brentano ist, wie bei den anderen, leider weiterhin unklar, ob er in allem detailgetreu notiert hat, was Anna Katharina berichtete.

Visionärin

  • Der Herr sagte zur seligen Anna Katharina Emmerich: Ich gebe dir diese Gesichte nicht für dich, sondern sie sind dir geschenkt, damit du sie auffassen lassest. Du musst sie mitteilen... Ich gebe dir diese Gesichte und habe es jeder Zeit so getan, um zu zeigen, dass ich bei meiner Kirche bin, bis zum Ende der Tage.[1]
  • „Als ich einst,“ so erzählt Anna Katharina, „vor dem Heiligen Sakramente für das Heil der Kirche betete, war ich auf einmal in eine große, prächtig verzierte Kirche versetzt. Hier sah ich, wie der Statthalter Christi, der Papst, einen kleinen, gelben, finstern Mann zum Könige salbte. Es war eine große Feierlichkeit, aber es überfiel mich Angst und Trauer, bei diesem Anblick und ich empfand, dass der Heilige Vater sich noch ernster dagegen hätte wehren sollen. Es wurde mir gezeigt, welches Leid dies Haupt dem Heiligen Vater antun und wie entsetzlich viel Blut es noch vergießen werde. Ich sprach von diesem Anblick und meinem Schrecken vor Abbé Lambert, der alles für Einbildung erklärte. Als aber die Nachricht von der Salbung Napoleons durch Pius VII. bekannt wurde, sagte Abbé Lambert: Ma soeur muss beten, schweigen.“
  • „Ein Bild sah ich von einer ungeheuren Schlacht. Das ganze Feld war voll Dampf: sie schossen überall aus Gebüschen, welche voll Soldaten lagen. Der Ort lag niedrig, in der Ferne lagen große Städte. Ich sah den heiligen Michael mit einer großen Schar Engel niederkommen und die Streitenden auseinander treiben. Das wird aber erst geschehen, wenn alles schon verloren scheint. Es wird ein Führer den heiligen Michael anrufen und dann wird der Sieg niederkommen. – Ich hatte wieder ein Bild und sah, wie die Tochter des Königs gerüstet wurde. Unzählige trugen dazu bei. Und was sie beitrugen, bestand in Gebet, guten Werken, allerlei Überwindungen und Arbeiten. Es ging dies von Hand zu Hand in den Himmel und dort wurde jedes zu seiner Art verarbeitet der Jungfrau als ein Waffenstück angelegt. Es war ganz wunderbar, wie alles passte und wie eine Sache die andere so auffallend bedeutete. Sie war von Kopf bis zu Fuß gerüstet. Ich kannte viele von den Leuten, welche beitrugen und sah mit Verwunderung, wie ganze Anstalten und große und gelehrte Leute nichts lieferten, wie aber von den Armen und Geringen ganze Waffenstücke kamen. Ich sah den Kampf. Der Feinde waren unendlich mehr, die kleine, treue Schar aber warf ganze Reihen nieder. Die gewaffnete Jungfrau stand beim Kampfe auf einem Hügel, ich eilte zu ihr und empfahl ihr mein Vaterland und jene Orte, für die ich beten musste. Sie war auf eine ganz fremde, bedeutungsvolle Weise gewaffnet, mit Helm, Schild und Panzer, die Leute aber, die Krieg führen, waren wie unsere Soldaten heutzutage. Es war ein schrecklicher Krieg, zuletzt war nur noch ein kleines Häufchen Gutgesinnter, die Sieger wurden“.[2]

Werke

  • P. K. E. Schmöger: Das Leben der gottseligen Anna Katharina Emmerich, Herder'sche Verlagsbuchhandlung Freiburg im Breisgau (in Fraktur), 1. Auflage: Erster Band 1867: Vom Jahre 1774 bis 1819 (Seite 1-470); Zweiter Band 1870: Letzte Lebensjahre und Tod, Erste Abtheilung (Seiten 1-456), Zweite Abtheilung (Seiten 457-903); Zweite Auflage 1873: Erster Band (547 Seiten), Zweiter Band (620 Seiten); 3. verb. Auflage 1907. Auch französisch, italienisch, englisch, spanisch, böhmisch.

Vorlage: Emmerich-Visionen

Emmerick Visionen.jpg
  • Gesammelte Werke im Immaculata Verlag Reussbühl/Luzern (1. Auflage); Vordere Umschlagseite des 1. Bandes
Emmerick Visionen, Das arme Leben und bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus und seiner heiligsten Mutter Maria nebst den Geheimnissen des Alten Bundes nach den Visionen der gottseligen Anna Katharina Emmerick aus den Tagebüchern des Clemens Brentano, Herausgegeben von P. C. E. Schmöger CSSR, je mit kirchlicher Druckerlaubnis, Band 1: 1970 (424 Seiten), Band 2: 1971 (381 Seiten); Band 3: 1973 (511 Seiten); Band 4: 1973 (416 Seiten).
  • Gesammelte Werke nach den Gesichten der gottseligen Anna Katharina Emmerich, Augustinerin des Klosters Agnetenberg zu Dülmen / [Ausw. aus den Tagebüchern des Clemens Brentano, im Pattloch Verlag Aschaffenburg bzw. Augsburg:
  • Leben der hl. Jungfrau Maria, 1989 (463 S., 9. Auflage).
  • Das arme Leben unseres Herrn Jesu Christi, 1989 (568 S., 11. Auflage).
  • Das bittere Leiden unsers Herrn Jesu Christi, 1989 (408 S., 16. Auflage).
  • Die Geheimnisse des Alten Bundes, 1985 (161 S., 5. Auflage).
  • Visionen über die Engel, die Armen Seelen im Fegefeuer, die streitende Kirche u.a., 1982 (244 Seiten, 9. Auflage).

Literatur

  • Franz Spirago: Die selige Anna Katharina Emmerich. Ihr eben, ihre wunderbaren Gnadengaben uns Gesichte. Gotthard Media Lauer 2004 (1. Auflage; DIN A 4 Heft, 112 Seiten, ISBN 3-909438-20-2).
  • P. Thomas a Villanova Wegener: Das wunderbare innere und äußere Lebender Dienerin Gottes Anna Katharina Emmerich 1918 Online; Christiana Verlag 1990 (396 Seiten; 1. Auflage); Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg 1974 (292 Seiten).
  • Leben, Offenbarungen und Weissagungen gotterleuchteter Seher und Seherinnen. Von einem Curatpriester, Georg Joseph Manz Verlag Regensburg 1875 (2. Auflage).
  • Jos. Seiler OESA, Im Banne des Kreuzes. Lebensbild der Stigmatisierten Augustinerin A. K. Emmerich. Hrsg. von P. lIdefons Dietz OESA, Christiana Verlag, Stein am Rhein 1974 und Pattloch Verlag Aschaffenburg 1974 (524 Seiten).
  • Winfried Hümpfner: Tagebuch des Dr. med. Franz Wilhelm Wesener über A. K. Emmerich, mit einem Bericht über die staatliche Untersuchung der Stigmatisierten, Christiana Verlag Stein am Rhein 1973 (2. Auflage).
  • Franz Wilhelm Wesener: Tagebuch des D[okto]r med. Franz Wilhelm Wesener über die Augustinerin Anna Katharina Emmerick, Teil: Bd. 1., Mit einer Kurzbiographie über Dr. med. F. W. Wesener, einem Bericht über die staatliche Untersuchung der Stigmatisierten sowie einer kurzgedrängten Geschichte der Anna Katharina Emmerick / [Überarb. und hrsg. von Bernhard Pattloch] 1973 (2. Auflage, 337 Seiten).
  • Johann Nissen: Emmerichs Charismen und Gesichte, Petrus Verlag Trier 1918 (316 Seiten).

Weblinks

Anmerkungen

  1. Leben, Offenbarungen und Weissagungen gotterleuchteter Seher und Seherinnen von einem Curatpriester, Georg Joseph Manz Verlag Regensburg 1875 (2. Auflage), S. 214.
  2. Quelle: Leben, Offenbarungen und Weissagungen gotterleuchteter Seher und Seherinnen von einem Curatpriester, Georg Joseph Manz Verlag, Regensburg 1875 [2. Auflage]. S. 230).
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